Projekt Ephemere Filme

Das Evidenz-Bild: Nationalsozialismus in Österreich

Ingo Zechner

Vortrag

IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften

Reichsratsstraße 17, 1010 Wien

Montag, 16. Dezember 2013, 18:00 c. t.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: das verspätete Eintreffen motorisierter Vortrupps der Wehrmacht auf der Wiener Ringstraße, nachdem die NS-Machtergreifung längst stattgefunden hat; das improvisierte Straßenschild „Adolf Hitler Platz“ in einem Wiener Vorort; die Abschaffung des Gummiknüppels der uniformierten Polizei, gefolgt von der Ausrüstung paramilitärischer Verbände mit Gewehren und Bajonetten. Der Zweideutigkeit seines Namens zum Trotz ist das Evidenz-Bild kein Beweis-Bild, sondern allenfalls Ausgangs- und Endpunkt einer diskursiven Beweisführung. Seine Evidenz ist die einer vermeintlich unmittelbaren Einsicht.

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Präsentation: Ephemere Filme

Zum 75. Jahrestag des Novemberpogroms: keine Gedenkveranstaltung, sondern eine Projektpräsentation. Keine Filmschau, sondern ein vielschichtiger Einblick in die NS-Sammlungsbestände des Öster­reichischen Filmmuseums und des United States Holocaust Memorial Museum. Und ein Blick in eine mögliche Zukunft des Umgangs mit Filmen, die man „ephemere ­Filme“ genannt hat, weil sie ­kurz­lebiger als andere sind: Amateur­filme, Unternehmensfilme, Werbefilme, die kaum jemals für die große Leinwand gedacht waren.

Zeit: Sonntag, 10. November 2013, 18:30 Uhr

Ort: Österreichisches Filmmuseum (im Gebäude der Albertina)

Kartenreservierungen

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Flyer

Der Standard, 9.10.2013: Private Blicke auf die NS-Zeit (Bert Rebhandl)

Ephemere Filme: Nationalsozialismus in Österreich

Ziel des Projekts ist die Sicherung, wissenschaftliche Erschließung und wissenschaftliche Auswertung einer einzigartigen Sammlung "ephemerer" Filme zum Nationalsozialismus in Österreich: rd. 50 weitgehend unbekannte und bisher nur eingeschränkt benutzbare Amateurfilme, Kulturfilme und rohe Filmmaterialien zum Aufstieg der NSDAP ab 1932, zum "Anschluss" Österreichs 1938, zu den Kriegsjahren 1941-42, aber auch zum jüdischen Alltagsleben vor der Vertreibung und Vernichtung der Juden. Die konservatorisch gesicherten Filmdokumente aus den Beständen des Österreichischen Filmmuseums und des United States Holocaust Memorial Museum in Washington DC sollen in kommentierter Form einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und das von Propagandafilmen geprägte Bild vom Nationalsozialismus ergänzen und korrigieren.

Gefördert aus Mitteln des Zukunftsfonds der Republik Österreich.

Projektleiter: Ingo Zechner und Michael Loebenstein

Humanities-IT: Georg Kö

Partnerorganisationen des Projekts:

Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft

Österreichisches Filmmuseum

United States Holocaust Memorial Museum

Ephemere Filme: Pressemitteilungen

26.09.2011, Pressemitteilung Österreichisches Filmmuseum:

"Ephemere Filme: Nationalsozialismus in Österreich"